"Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die
Krankheit opfern."
Wie wahr diese Aussage. Das Zitat soll von Sebastian Kneipp stammen.
Pfarrer Sebastian Kneipp
Sebastian Kneipp wurde 1821 in Stephansried geboren. Armut und Schicksalsschläge ermöglichten ihm
erst spät den Besuch eines Gymnasiums.
Kneipp erkrankte für damalige Verhältnisse “unheilbar“ und wurde von dem behandelnden Arzt
aufgegeben. Nach einem Buch über die Heilkraft des Wassers von Johann Hahn badete Kneipp im
eiskalten Wasser. Er wurde gesund.
1852 war der ehemalige Bauernjunge am Ziel seiner Wünsche: der Augsburger Bischof weihte ihn zum
Priester. Später bekam er in dem damaligen Bauerndorf Wörishofen die Stelle als Beichtvater der
Wörishofener Dominikanerinnen.
Bis dahin hatte er sich schon einen guten Ruf als Naturheiler erworben. In Wörishofen klopften
bereits die ersten Kranken an die Klosterpforten, um vom “Wasserdoktor“ Hilfe zu erbitten.
Aus den anfänglichen Wasseranwendungen entwickelte Sebastian Kneipp das nach ihm benannte
Naturheilverfahren mit den fünf Bestandteilen Wasseranwendungen, Pflanzenheilkunde, Ernährungs-,
Bewegungs- und Ordnungstherapie.
1890 gründete Ludwig Auer den ersten Kneipp-Verein. Kneipp selbst war Ehrenpräsident.
Er bestand auf der Einrichtung einer karitativen Abteilung in Wörishofen. In den nächsten Jahren
bereiste Kneipp fast ganz Europa.
Trotz aller Erfolge hörten Anfeindungen nie auf. Die Presse hetzte gegen Kneipp. Es war zu
mehreren Brandstiftungen in Wörishofen gekommen (Kurhaus, Redaktion der Kneippblätter).
Sebastian Kneipp starb 1897.
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