Für ein Armbad muss man nicht extra zur Kur fahren oder die Armbadebecken im Freien nutzen.
Nein – ein Armbad kann man wunderbar zu Hause machen. Ob Sommer oder Winter – wenn Sie einige wichtige Dinge beachten, dann gelingt Ihnen das Armbad ganz einfach in der heimischen Stube! Bevor Sie jedoch eines der hier aufgeführten Armbäder zu Hause anwenden, sprechen Sie vorher mit Ihrem Hausarzt ab, ob Sie das jeweilige Armbad bedenkenlos anwenden dürfen! Denn einige Armbäder dürfen bei bestimmten gesundheitlichen Beschwerden nicht angewandt werden.
Ein warmes Armbad können Sie direkt im Waschbecken oder einer Waschschüssel machen. Mit nur wenig Aufwand können Sie so kleine Beschwerden lindern.
Bei kalten Händen, rheumatischen Erkrankungen, Bronchitis und auch Erkrankungen der Haut kann man sich mit einem warmen Armbad recht einfach und unkompliziert Linderung verschaffen.
Lassen Sie warmes Wasser in das Waschbecken oder die Waschschüssel laufen. Das Wasser sollte eine Temperatur von 36° - 38° Grad haben. Machen Sie es sich bequem und rücken Sie sich einen Stuhl an das Waschbecken. Denn je bequemer Sie es sich machen, desto entspannter fühlen Sie sich und das Armbad kann voll wirken.
Je nachdem welche Art von Beschwerden Sie lindern möchten, können Sie dem Wasserbad Badezusätze in Form von Kräutern hinzufügen. Beispielsweise Kamille bei Entzündungen der Haut oder Thymian bei Bronchitis. Klären Sie die Art der Kräuter am besten mit einem Arzt oder Apotheker ab.
Tauchen Sie die Arme samt Ellenbogen in das warme Wasser ein. Ein warmes Armbad sollte 10 bis 20 Minuten andauern. Danach trocknen Sie die Arme gut ab.
Ein kaltes Armbad wirkt belebend. Nach einem anstrengenden Tag kann man sich nach einem kalten Armbad wieder frischer fühlen. Auch an heißen Sommertagen ist das kalte Armbad bestens dafür geeignet, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen und sich erfrischt zu fühlen. Des weiteren hilft ein kaltes Armbad bei Schlaflosigkeit, Bluthochdruck und Kreislaufstörungen.
Ein kaltes Armbad darf nicht länger als 10 bis 30 Sekunden andauern. Die Temperatur sollte max. 18° Grad betragen. Das kalte Armbad sollte nur durchgeführt werden, wenn die Hände warm sind.
Die Arme werden bis oberhalb des Ellenbogens in das kalte Wasser getaucht. Danach wird das Wasser von den Armen gestriffen und alleine durch Bewegung zum Trocknen gebracht.
Bitte die Arme nach einem kalten Armbad nicht trocken reiben!
Die Anwendung eignet sich bei Kreislaufbeschwerden, chronisch kalten Händen, Klimakterium und auch Durchblutungsstörungen.
Achtung! Bitte nicht anwenden bei Herzkrankheiten oder Neigung zu Krämpfen der Blutgefäße!
Bei einem Wechsel-Armbad tauchen Sie ihre Arme abwechselnd in ein warmes und kaltes Wasserbad.
Füllen Sie zwei Waschschüsseln mit jeweils kaltem Wasser und warmen Wasser.
Beginnen Sie mit dem Warmbad und tauchen Sie ihre Arme vier bis fünf Minuten in das warme Wasser, anschließend tauchen Sie Ihre Arme für fünf bis zehn Sekunden in das kalte Wasser.
Wiederholen Sie diese Anwendung dreimal und beenden Sie die Anwendung immer mit dem kalten Armbad.
Bei folgenden Krankheitsbildern zeigt die Anwendung eines temparturansteigenden Armbads gute Wirkung:
Angina pectoris, Herzkranzgefäße, Rheuma, Gelenkerkrankungen, Asthma, Migräne, Erkältungskrankheiten.
Ein ansteigendes Armbad wirkt blutdrucksenkend, schmerzlindernd, erweitert die Gefäße und fördert die Durchblutung des Herzens.
Füllen Sie das Waschbecken oder die Waschschüssel mit Wasser. Das Wasser sollte eine Temperatur von 34° bis 37° Grad haben.
Stellen Sie heißes Wasser mit einer Temperatur von 40° bis 42° Grad bereit.
Tauchen Sie beide Arme bis eine Handbreit über den Ellenbogen für zwanzig Minuten in das Wasserbecken. Achten Sie auch hier wieder auf eine entspannte Sitzhaltung und hüllen Sie sich in eine Decke.
Nach zwanzig Minuten geben Sie langsam das heiße Wasser hinzu. Idealerweise bitten Sie eine zweite Person, Sie bei dem ansteigenden Armbad zu unterstützen. Die Dauer des ansteigenden Armbades sollten Sie vorab mit Ihrem Arzt besprechen.
Nach dem Armbad hüllen Sie sich in eine Decke und ruhen sich auf einer Liege oder einem Bett aus.
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