Nichts ist im Leben der Menschen so wertvoll wie die eigene Gesundheit. Sie entscheidet ob wir über Lebensqualität verfügen können. Machen sich Einschränkungen in Form von Erkrankungen bemerkbar, scheinen wir einen Fehler im Umgang mit uns selbst begangen zu haben. Von Natur aus wird uns ein gesunder Körper zur Verfügung gestellt, der aber auch eines fürsorglichen Umgangs bedarf. Natürlich gibt es Erkrankungen, die auch trotz einer gesunden Lebensweise auftreten und man selbst keinen Einfluss auf deren Ausbruch hat, aber auch in dieser Situation kann man sich sehr viel Gutes tun. Unzählige Medikamente stehen für fast jede Erkrankung bereit. Oft hilft hier eine Einnahme über einen längeren Zeitraum, aber nicht immer werden damit die Ursachen einer Erkrankung bekämpft. Genau hier muss angesetzt werden, um wieder gesund und stark durch den Alltag gehen zu können. Was macht so krank? Woran kann es liegen nicht Schritt mit anderen Menschen halten zu können?
Die Antwort auf diese Fragen findet man in der Regel in sich selbst. Wie sieht es mit der Ernährung aus? Ist sie ausgewogen, vitaminreich und auch frisch? Die Ernährung spielt eine wichtige Rolle. Sie nimmt Einfluss auf das Cholesterin im Blut und entscheidet auch über den Ausbruch von Herz-Kreislauferkrankungen mit. Ebenfalls macht sie sich in Bereichen von Magen, Darm und dem Hautbild bemerkbar. Sie liefert gut ausgewogen auch Energien für das Gehirn.
Wie steht es mit Bewegung? Für Körper und Seele ist diese unverzichtbar. Besonders an der frischen Luft vermag sie viel für die Gesundheit tun zu können. Frische Luft und die Bewegung dazu, stärken das Immunsystem und auch die Psyche profitiert von solchen Unternehmungen. Leider wird dies in der heutigen Gesellschaft zu oft vergessen. Hier zählen nur Dinge wie Leistung im Berufsleben und der Besitz materieller Güter. Dabei übersieht so mancher Erfolgsmensch, dass die Gesundheit mit keinem Geld der Welt zu kaufen ist.
Der Körper und der Geist verdienen für ihre Leistungen ein großes Dankeschön. Komplizierte Abläufe finden im Körper statt und werden auch zuverlässig und meist reibungslos ausgeführt. Dafür sollte man sich mit einem entsprechenden Umgang bedanken. Bewegung verbunden mit frischer Luft wäre das perfekte Geschenk, denn damit kann viel Positives in ihm ausgelöst werden. Ein Augenmerk sollte dabei auf das Wandern gelegt werden. Die gesundheitsfördernden Merkmale dieser Freizeitbetätigung sollten allen Menschen bewusst sein. Wandern kann je nach Konstitution ausgeführt werden und liefert langfristig und regelmäßig ausgeübt Voraussetzungen für einen gesunden Körper. Die Psyche findet dabei die erforderliche Stärkung, um auch geistig aktiv und gesund am Leben teilhaben zu können. Da die Beinmuskulatur die meisten Kalorien verbrennt, zeigt sich dies auch auf der Waage. Ebenfalls werden bei einem ausdauernden Wandern Hormone und Botenstoffe produziert. Alles spricht für diesen Sport mit seiner großen Breitbandwirkung. Rheumaschmerzen, Diabetes und Anspannung gehören so oft der Vergangenheit an.
Aber auch etwas anderes Schönes gerät mit der Zeit in Vergessenheit. Etwas das schon von klein auf ausgeübt wurde und immer viel Freude und Spaß brachte: das Singen mit Eltern, Freunden und im Musikunterricht. Hemmungslos ging man als junger Mensch dem Singen auch in der Öffentlichkeit nach. Man fragte nicht danach ob es schön klingt, sondern die Freude stand damals im Vordergrund. Warum also gerät ein solches Vergnügen in Vergessenheit?
Vielleicht ist es die Angst vor den Bewertungen der anderen Menschen. Schnell erntet man Gelächter, weil man eben nicht wie ein Starsänger klingt. Doch muss solch ein Anspruch denn sein? Nein, denn es geht nicht um ein Wettsingen, sondern um das eigene Vergnügen und den Anspruch darauf. Hier ist ein gesunder Egoismus angebracht, sei es in der Badewanne, im Stadion oder auch in einem organisiertem Chor.
Selbst Musikpädagogen und Mediziner sind sich der erfreulichen Wirkungsweise des eigenen Gesangs einig und bewusst. Da ca. 100 verschiedene Muskeln an dem Gesang im menschlichen Körper beteiligt sind, darf mit Recht von einem Zugewinn an Vitalität gesprochen werden. Die Muskulaturen im Bauch, Zwerchfell, Kehlkopf und Schultern sind durch das Singen gefordert. Durch das richtige Atmen findet ein Gasaustausch statt, welcher einen günstigen Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem nimmt. Weibliche begeisterte Anhänger des Singens verweisen auch auf die positive Auswirkung auf den Beckenboden. Die Ausschüttung von Serotonin, Noradrenalin und Oxitocin machen dabei ihrem Ruf als Glückshormone alle Ehre. Leicht ist nun zu erkennen, warum das Musizieren auch in Therapien so einen hohen Stellenwert einnimmt. Sich die Sorgen von der Seele zu singen, ist oft nicht weniger wirksam wie eine Pille, aber ganz ohne unerwünschte Neben- und Wechselwirkungen.
Mit einem Lied auf den Lippen erscheint das Leben gleich nicht mehr so grau! Dies ist doch ein guter Ansatz, wenn man sein Leben um mehr Lebensfreude und Gesundheit bereichern möchte. Die Kombination mancher Dinge bringt erst den wirklich durchschlagenden Erfolg. Betrachtet man nun die Breitbandwirkung des Wanderns, wird man schnell von dieser körperfreundlichen Sportart zu überzeugen sein. In einem angenehmen und ausdauernden Tempo an der freien Luft zu gehen, wirkt sich nicht nur positiv auf die Psyche und die Stimmung aus. Ebenso können bereits bestehende Krankheiten gelindert oder geheilt werden. Gesellt sich nun zu dieser Bewegung an der frischen Luft das Singen dazu, verspricht dies Entspannung und große Freude. Beides wirkt positiv auf die Gesundheit. Führt man dies auch noch bergauf und bergab aus, kann diese Kombination gegen Herz- und Schlaganfälle eine gute Prophylaxe sein.
Das Wandern und ein gleichzeitiges Singen bringt gemeinsam definitiv noch mehr. Lieder gibt es dafür genügend, wie hier zu sehen ist:
Das Wandern ist des Müllers Lust
Rhythmisches Atmen durch den Gesang an der frischen Luft, kann auch als "heilendes Atmen" bezeichnet werden. Was gesungen wird bleibt jedem selbst überlassen. Deutsche Volkslieder, anderssprachige Texte oder einfach ein Schlager spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist es, dies mit Freude aus voller Inbrunst zu tun.
Nichts spricht gegen Wandern in Verbindung mit dem befreienden Singen. Menschen jeden Alters und verschiedener körperlicher Konstitutionen können gemeinsam Freude erleben. Das Tempo kann individuell bestimmt werden und somit auch keine Überanstrengung auslösen. Regelmäßig erlebt, wird sich der Allgemeinzustand körperlich sowie psychisch stabilisieren.
Probieren Sie es doch einmal aus. Keinen Gedanken an die stimmliche Qualität zu vergeuden und einfach einmal laut singend durch den Wald zu wandern. Wieder ein Stück selbst zu sich finden und dabei fühlen zu dürfen, wie der belastende Alltagsstress mit jedem Meter schwindet. Den Gedanken freien Lauf zu lassen und das Innerste mit positiven Eindrücken aus der Natur neu aufzuladen. Schmerz, Depressionen und negative Gefühle werden schwinden und die eigene innere Zufriedenheit wird sich gesundheitlich stark bemerkbar machen. Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust- es sollte die eines jeden einzelnen Menschen sein!